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Bauratgeber
/ Bauschäden
Wie
finde ich Bauschäden heraus?
| Wer
sich auch als Nichtfachmann bei einer ersten Besichtigung
eines Altbaus ein Bild machen will, ob sich die nähere Untersuchung,
beispielsweise mit Hilfe eines Architekten, rentiert, der
sollte auf folgende typische Schwachstellen achten, die auf
gravierende Bauschäden hindeuten können: |
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Im Keller geht es vor
allem um durchfeuchtete Wände durch ungenügende Isolation
gegen drückende Nässe oder aufsteigende Nässe aus der Erdfeuchtigkeit.
Dies kann Auflagerschäden der einbindenden Bauteile der Kellerdecke
zur Folge haben (rostende Stahlträger, faulende Deckenbalken).
Die Diagnose ist recht einfach (muffiger Geruch, Feuchteflecken),
die Sanierung ist hingegen sehr aufwendig. Ebenfalls auf aufsteigende
Feuchtigkeit deuten Salzausblühungen und Putzabplatzungen
am Außensockel. |
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An Fassaden sind Risse
Alarmzeichen. Sie können auf Bewegungen im konstruktiven Gefüge
(Setzungen, statische Mängel) zurückzuführen sein. Auch nicht
abgestimmte Materialien, Wärmebrücken und Feuchteschäden können
Risse und nachfolgende Putzabplatzungen zur Folge haben. Eine
sorgfältige Analyse der Schadensursache ist angezeigt. |
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Im Dachbereich findet man
häufig Schäden an schlecht abgedichteten Anschlüssen und durch
zerstörte Dachziegel. Dies hat in der Regel Schädigungen des
Dachstuhls durch Fäulnis und Insektenbefall zur Folge. Ob
das Holz des Dachstuhls noch tragfähig ist, kann die "Schraubenzieherprobe"
zeigen. Bleibt der Schraubenzieher fest im Holz stecken und
lösen sich keine Brocken, sondern allenfalls Späne beim Herausziehen,
dann ist der Sparren noch in Ordnung. |
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Auch ins Mauerwerk einbindende
Auflager sind ein Schwachpunkt, an dem sich oft Fäulnis ausbreitet.
An sie kommt man aber schlecht heran. Bei ausgebautem Dachstuhl
kann auch eine mangelhafte Dichtigkeit der Konstruktion zu
Bauschäden führen. Das kann zuverlässig nur der Fachmann feststellen.
Allerdings gibt eine Kerze Hinweise, die bei geschlossenen
Fenstern und Türen nicht flackern sollte. |
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Auf dem Dach sind die Kaminköpfe
besonderer Verwitterung ausgesetzt und können in ihrer Standsicherheit
beeinträchtigt sein. Schäden sind oft schon aus größerer Entfernung
zu erkennen. Die "Begehung" des Daches ist allerdings nicht
ungefährlich und sollte dem Fachmann überlassen bleiben. Innen
können die Kamine versotten, weil die Abgase zu rasch abkühlen,
wenn der Querschnitt zu groß ist. Dann bilden sich nach einiger
Zeit hartnäckige Versottungsflecken in den Wohnräumen. Durch
Einziehen eines Stahl- oder Keramikrohres kann dieser Schaden
dauerhaft beseitigt werden. |
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Flachdächer, Dachterrassen
und Balkone haben häufig eine schadhafte Abdichtung und schlechte
Entwässerung. Mangelndes Gefälle, verbogene Bleche und verstopfte
Abflüsse sorgen für ständige Wasserpfützen, von denen Feuchtigkeit
in die Konstruktion eindringt. An Balkonen machen vor allem
rostende Stahlträger Probleme. Man erkennt sie an Abplatzungen
an der Unterseite. Ursache sind Wärmebrücken oder mangelhafte
Abdichtung. |
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Innenwände sollte man sorgfältig
auf Risse und Feuchteflecken untersuchen, die auf Bauschäden
hindeuten. Hohlstellen unter abplatzendem Putz können aber
auch harmlos sein, wenn sie durch schlecht verputzte Fachwerkbalken
entstehen. An der Innenseite von Hausecken und an in die Außenwand
einbindenden Innenwänden deuten Schimmelflecken und erhöhte
Feuchtigkeit auf mangelhafte Isolierung der Außenwände hin. |
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Holzbalkendecken haben
häufig Schäden an den in die Wand einbindenden Balkenköpfen.
Zuverlässig läßt sich das nur beurteilen, wenn die Decke geöffnet
wird. Einen ersten Hinweis darauf erhält man, wenn man in
der Nähe der Außenwand (besonders an der Wetterseite) auf
der Stelle hüpft. Der Boden sollte dann nicht stärker ins
Schwingen geraten als beim Hüpfen in der Zimmermitte. Besonders
problematisch wird es, wenn die Holzbalkendecke an der Unterseite
mit Stuck verkleidet ist. Dann ist eine Sanierung, ohne die
Stuckdecke zu zerstören, sehr aufwendig. |
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Fenster und Türen können
mit einem Papierstreifen leicht auf ihre Dichtigkeit untersucht
werden. Wird der Streifen eingeklemmt und läßt sich dennoch
leicht herausziehen, so ist die Tür undicht. |
Welche Arbeiten werden wann fällig?
| Selbst
wenn man zunächst mit geringem Renovierungsaufwand in das
alte Haus einziehen kann, ist es für die Finanzierung wichtig
zu wissen, wann größere Belastungen fällig werden, weil Bauteile
in bestimmten Abständen Erhaltungsinvestitionen verlangen.
Aufgrund von Erfahrungswerten beträgt die Haltbarkeit von |
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Außenanstrichen von Fenstern
und Türen 5 bis 10 Jahre |
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Anstrichen von Fassaden,
Kaminköpfen, Dachrinnen, Fallrohren 10 bis 20 Jahre |
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Dächern aus Teerpappe und
Schindeln, Außenputz, Plattenverkleidungen im Außenbereich,
Fensterläden und Rolläden, Heizungsanlagen 20 bis 30 Jahre |
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Wasserleitungen und Elektroinstallationen
30 bis 40 Jahre |
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Fenstern und Außentüren,
Geländern aus Schmiedeeisen, Heizkörpern 40 bis 50 Jahre |
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Dacheindeckungen aus Ziegel
oder Schiefer, Fensterbänken, Fußböden aus Weichholz 50 bis
60 Jahre |
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Dachstühlen, Fußböden aus
Hartholz 80 bis 100 Jahre. |
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